Aktuelles

Ausstellung bei Dataport

 

Die Palette zeigt derzeit Bilder ihrer Mitglieder bei dem renommierten IT-Unternehmen Dataport in Hamburg, Billstraße 82. Die Ausstellung kann bis zum 31. Dezember während der Arbeitszeiten besichtigt werden.

Ausstellung im Gartentreff in Winsen bis zum 23.8.

Sechs Künstlerinnen der Lüneburger Palette stellen vom 17. bis 23. August im Gartentreff in den Luhegärten in Winsen Arbeiten aus. Florale Bildthemen überwiegen. Renate Kersting zeigt große lebendige Blumenbilder in Acryl, Marianne Heitmann zeigt eine Serie von einzelnen Blüten (ebenfalls Acryl), und Marion Kaubisch und Ilse Samann zeigen mittlere und kleinformatige Blumenaquarelle. Shashi Voegeli-Paranjpe zeigt Reiseimpressionen, u.a. aus Venedig, und Antje Gilland hat verschiedene kleinformatige Gouachen und Aquarelle vorgelegt. Der Gartentreff ist jeden Tag geöffnet – schauen Sie vorbei!

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Der Gartentreff; im Vordergrund Renate Kerstings Blumenbilder.

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Mein persönliches Erleben auf der Documenta 2017

Von Reinhild Westermann

Ich musste zurück rechnen – im Jahr 1977 betrat ich zum ersten mal die heiligen Hallen der im fünfjährigen Rhythmus stattfindenden Documenta in Kassel. Jung und unerfahren wurde ich mit den Themen aktueller Tendenzen der Gegenwartskunst konfrontiert, jeweils geprägt mit dem persönlichen Konzept eines jeden Kurators.
Zwischen der ersten Begegnung, die zweifellos mein fortwährendes Interesse für die zeitgenössische Kunst geweckt und bewegt hat, und der heutigen Ausstellung liegen inzwischen vierzig Jahre. Doch in diesem Jahr beschlich mich ein Gedanke, der mich doch sehr beschäftigt:
Das Museum der 100 Tage ist in die Jahre gekommen – oder gibt es keine neue künstlerische Sicht auf die Wirklichkeit? Mit dem sicher richtigen Argument, zeitlos den Kern unserer Zeit zu treffen, wurden viele alte Arbeiten von zum Teil schon verstorbenen Künstlern gezeigt. Das hat mich gewundert.

Ich möchte mich jetzt kurz speziell zu der großen prächtigen Installation von der aus Argentinien stammenden Künstlerin Marta Minujin, „The Parthenon of Books“, aus dem Jahr 1985 äußern.

Das Projekt

1. Aktualität:
Die Zensur, die Verfolgung von Schriftstellern und das Verbot ihrer Texte, sind wieder weit verbreitet. Die lange Liste der verbotenen Bücher summiert sich seit der Antike bis heute auf mehr als 70.000 Titel. Bücher, die seit Jahren verboten waren und jene, die in einigen Ländern nicht gelesen werden dürfen/durften, werden gesammelt und zu einem Teil der Installation. Bürger und Bürgerinnen sind aufgefordert, diese Bücher zu spenden und somit Teil des Projektes zu werden.
Meine Reaktion: Aufregend! Ich bin gefragt!

2. Historie:
Präsentiert wurde die Installation als Replik des Tempels der Akropolis in Athen, die weithin die ästhetischen und politischen Ideale der weltweit ersten Demokratie darstellt. Athen ist ja zweiter Austragungsort der 100 Tage der diesjährigen Documenta gewesen.
Meine Reaktion: Ich fühle mich verbunden mit Griechenland!
Zweiter historischer Hintergrund ist die „Kampagne gegen den Undeutschen Geist“, besser bekannt als Bücherverbrennung im Jahr 1941 auf dem Friedrichsplatz, also genau dort, wo die Installation aufgebaut wurde. Im Internet kann eine Liste dieser Bücher
eingesehen werden und jede/r kann den Bücherschrank daraufhin durchforsten. Viele der aufgeführten Titel sind heute Weltliteratur.
Meine Reaktion: Ich denke nach…..

3. Zukunftsweisend:
Das Buch ist noch nicht verschwunden aus unserem Leben. Durch die rasante Entwicklung des Internets und der e-book Produktion sah ich persönlich das Kunstwerk Buch jedoch schon aus meinem Leben verschwinden.Vielleicht bin ich ja auch schon zu alt für den wirklich sinnvollen Umgang mit den neuen Medien, haben sie doch mehr mich erobert als ich sie. Da ist mir ein gutes Buch in Händen eine reale Sache. Zum Schluss der Documenta werden die Bücher an Universitäten und Schulen verteilt und an
jeden Interessierten, der sich eines zum Lesen ausgeguckt hat. Man muss nur am Tag der Auflösung der Installation erscheinen….
Ja, das ist eine Arbeit nach meinem Geschmack!

Soviel zu Marta Minujin. Doch wo waren die Gegenwartskünstler mit Arbeiten der jetzigen Zeit? Gibt es (noch) keine neue Sicht der Wirklichkeit? Auf meiner Suche genau danach bin ich noch in die Ausstellung der Kunsthochschule Kassel gegangen, um einen Eindruck der jungen Generation zu gewinnen. Sie fand Raum in drei Schaufenstern eines großen Kasseler Kaufhauses. Die Schaufenster wurden durch die interdisziplinäre Arbeitsweise belebt und das Kaufhaus sollte so zu einem Ort der Kommunikation werden. In Kooperation mit dem Kaufhaus fanden Verkostungen von Delikatessen und dergleichen statt. Mit der Aufforderung: „Kommen Sie! Ein Drink lohnt sich immer“, fühlte ich mich nicht am richtigen Ort. Ich soll konsumieren an einem Ort, wo ich doch eigentlich zum Be-greifen aufgefordert werden sollte und wo ich be-greifen will! Stattdessen erinnern mich die Installationen an Spielteppiche und Playmobile. Ich ging stumm weiter.
Und das war’s schon. Ich fühlte mich, wie wenn ich einen zu süßen Nachtisch gegessen habe, der mir nicht bekommt. Auf der Wiese vor dem Fridericianum habe ich zum Schluss noch Beine und Seele baumeln lassen.

Was habe ich mitgenommen von diesem Tag? Ich entschied mich für den Büchertempel, der mich optisch wie inhaltlich angesprungen hat, ohne jemals eine der wichtige Kritiken gelesen zu haben. Ich finde, so sollte es sein! Übrigens, zur Verteilung der Bücher werde ich hinfahren und mir meinen geliebten Erich Kästner schenken lassen!

Reinhild Westermann, Palettemitglied

documenta und August-Treffen

Am 13.7. haben wir die documenta in Kassel besucht. Es war ein toller, voller Tag! Weitere Ausflüge zur NordArt und ins Barberini-Museum in Potsdam sind in Planung. Zuerst findet jedoch das nächste Treffen statt, und zwar am 16. August 2017 um 18:30 im Restaurant „Bierstein“ in Lüneburg.

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